Nach diesem Juroren-Interview ist eins klar: Wir können eine Menge von Henriette Löwisch lernen. Zum einen, wie man mit wenigen Worten auf den Punkt kommt. Zum anderen, dass man in Interviews nach Möglichkeit ja-/nein-Fragen vermeidet. Lesson learned, liebe Henriette! Wir hoffen, euch bereitet das Lesen von Henriettes Antworten genauso viel Freude wie uns.

Hallo Henriette, Du leitest die Deutsche Journalistenschule in München. Wo steht der Games-Journalismus an der DJS heute?
Wir haben ihn mehr auf dem Radar als früher, vor allem als Thema der Berichterstattung über Kultur und Gesellschaft.

Studierende der DJS haben in Zusammenarbeit mit Ströer Media Brands im vergangenen Jahr das Projekt “Grenzgamer” hervorgebracht. Wie wurde das aufgenommen?
Das Projekt war für die Schülerinnen und Schüler sehr spannend und hat ihnen eine neues Themenfeld eröffnet, mit dem sie sehr kreativ und klug umgegangen sind.

Lässt sich Fach-Journalismus über Games mit den gleichen qualitativen Maßstäben messen wie Fach-Journalismus über Autos, Musik oder Wirtschaft?
Ja.

Was macht für Dich generell guten Journalismus aus?
Guter Journalismus ist ergebnisoffen und unabhängig. Und er langweilt nie, sondern stimuliert das Gespräch der Gesellschaft mit sich selbst.

Über welche Themen würdest Du im Games-Journalismus gerne lesen? Was würde Dich so richtig fesseln?
Mich interessiert, wie politisch die Welt der Games ist. Die Diskussion um “Wolfenstein 2” fand ich zum Beispiel sehr spannend.

Danke für deine Worte!

Noch bis zum 09. April können Beiträge für den Medienpreis Games eingereicht werden!

www.medienpreis-games.de/